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HypoVereinsbank "under review" 24.02.2005
SEB
Manfred Jakob, Analyst der SEB, setzt die Aktie der HypoVereinsbank (HVB) (ISIN DE0008022005 / WKN 802200) im aktuellen "AnlageFlash" auf "under review".
Die HVB habe bereits gestern Abend die ersten Daten zum Jahresabschluss vorgelegt. Wie bereits vorgewarnt sei für 2004 ein milliardenschwerer Verlust von 2,278 Mrd. Euro infolge erneuter Abschreibungen auf notleidende Immobilienkredite (2,5 Mrd. Euro) und weiterer Reorganisationskosten (250 Mio. Euro) ausgewiesen. Operativ habe die Bank dank eines guten 4. Quartals letztendlich doch ein bemerkenswertes Resultat erzielt. Die gesamten operativen Erträge seien im 4. Quartal im Vergleich zum 3. Quartal um knapp 5% auf 2,38 Mrd. Euro gestiegen.
Alle drei Komponenten - Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss und Handelsergebnis - hätten sich im 4. Quartal wesentlich verbessert. So falle die gesamte Jahresbilanz wie folgt aus: Zinsüberschuss +0,7% auf 5,66 Mrd. Euro, Provisionsüberschuss +6,3% auf 2,85 Mrd. Euro, Handelsergebnis -12,2% auf 718 Mio. Euro. Die Risikovorsorge habe dabei deutlich um 20,1% auf 1,81 Mrd. Euro zurückgefahren werden können. Die Verwaltungsaufwendungen hätten im Jahresvergleich hingegen nicht weiter gedrosselt werden können; sie seien um 0,4% auf 6,12 Mrd. Euro gestiegen.
Unter dem Strich sei angesichts der milliardenschweren Sonderabschreibung somit "nur noch" das Betriebsergebnis interessant, das sich aber gegenüber dem Vorjahr markant, nämlich um stolze 55%, auf 1,39 Mrd. Euro verbessert habe. Dies sollte der Beweis sein, dass das Haus trotz aller bekannten Schwierigkeiten den operativen Zug nun doch klar in die richtige Richtung gelenkt habe. Die Cost/Income-Ratio habe im 4. Quartal bereits das Niveau von 60,5% erreicht, für 2004 werde sie mit 65,6% angegeben. Noch nicht ganz zufrieden stellend - vor allem für die Ratingagenturen - sei die Tier-1-Ratio, die sich im Jahresvergleich aber immerhin von 5,9% Ende 2003 auf 6,6% verbessert habe.
Unter Einbeziehung der ab 2005 zu berücksichtigenden Konsolidierungseffekte liege sie aktuell nur bei 6,2%. Für 2005 seien bzw. würden die Voraussetzungen für eine weiteren Anstieg der Ergebnisse gelegt. So dürften im laufenden Jahr die Sachkosten um 55 Mio. Euro gesenkt werden. Im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms "Pro" dürften bis 2006 noch 280 Mio. Euro Einsparungen folgen. In diesem Zusammenhang falle auch der bereits bekannte weitere Abbau von 2.200 - 2.400 Stellen.
Heute wird das 2004er Zahlenwerk in diversen Veranstaltungen noch stärker unter die Lupe genommen. Irgendwelche weitere Enttäuschungen sollten hieraus nicht mehr drohen. Der Vorstandschef werde aber zu beweisen haben, dass diese milliardenschwere Abschreibung nun auch tatsächlich die letzte gewesen sei.
Die Analysten von SEB setzen die HypoVereinsbank-Aktie kurzfristig auf "under review".
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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